Kein Urteil. Sondern geliebt. Punkt
Joh. 3, 16 -18
Foto: Bild von Alessandro Alle auf Pixabay
31. Mai 2026
Kein Urteil. Sondern geliebt. Punkt
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat.
Gedanken zum Text
Wow – was für mächtige Worte direkt zu Beginn des Evangeliums „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab“. Im Alltag plagen wir uns so oft selbst mit den Fragen rum: Bin ich gut genug? Cool genug? Erfolgreich genug? Dieser Dauer-Check, der wie in Dauerschleife in unserem Kopf läuft.
Und genau da kommt dieser Bibeltext rein, wie eine direkte Nachricht von Gott: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab …“
Nicht: Gott liebt nur die Perfekten.
Nicht: Gott liebt nur die, die alles im Griff haben.
Sondern: Gott liebt die Welt. Also auch dich — mit deinen Fragen, Fehlern, Zweifeln und Baustellen.
Jesus ist nicht gekommen, um Menschen fertigzumachen oder zu verurteilen oder zu bewerten. Er kommt, um zu retten, aufzurichten und Hoffnung zu geben. Da zu sein. Das bedeutet: Du musst dir Gottes Liebe nicht verdienen. Sie ist schon da. Sie ist auch für dich!
Aber der Text stellt auch die Frage: Vertraue ich darauf? Oder laufe ich vor Gott eher weg? Glaube heißt nicht, jede Antwort zu haben. Glaube heißt manchmal einfach: „Okay Gott, ich habe gerade keine andere Wahl, als dir vollkommen zu vertrauen.“ Vielleicht ist genau das heute dran: Nicht perfekt sein. Sondern ehrlich sein. Sich selbst sein, wie Gott uns geschaffen hat.
Drei Fragen möchte ich euch zum Nachdenken mitgeben:
1. Wo versuche ich ständig, „gut genug“ zu sein, obwohl ich mir eigentlich einfach Liebe und Anerkennung wünsche?
2. Wenn Gott mich wirklich liebt — was würde das an meinem Blick auf mich selbst verändern?
3. Was hält mich gerade davon ab, Gott mehr zu vertrauen?
Auf eine gesegnete, neue Woche.