09. Juni 2024
Wer den Willen Gottes tut
Jesus ging in ein Haus und wieder kamen so viele Menschen zusammen, dass sie nicht einmal mehr essen konnten. Als seine Angehörigen davon hörten, machten sie sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zurückzuholen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen. Die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er ist von Beelzebul besessen; mit Hilfe des Herrschers der Dämonen treibt er die Dämonen aus. Da rief er sie zu sich und belehrte sie in Gleichnissen: Wie kann der Satan den Satan austreiben? Wenn ein Reich in sich gespalten ist, kann es keinen Bestand haben. Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben. Und wenn sich der Satan gegen sich selbst erhebt und gespalten ist, kann er keinen Bestand haben, sondern es ist um ihn geschehen. Es kann aber auch keiner in das Haus des Starken eindringen und ihm den Hausrat rauben, wenn er nicht zuerst den Starken fesselt; erst dann kann er sein Haus plündern. Amen, ich sage euch: Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden, so viel sie auch lästern mögen; wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften. Sie hatten nämlich gesagt: Er hat einen unreinen Geist. Da kamen seine Mutter und seine Brüder; sie blieben draußen stehen und ließen ihn herausrufen. Es saßen viele Leute um ihn herum und man sagte zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und suchen dich. Er erwiderte: Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder? Und er blickte auf die Menschen, die im Kreis um ihn herumsaßen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.
Gedanken zum Text
In einer Geschichte von einem italienischen Jungen namens Beppo geht es um einen roten Luftballon und ein Paket. Beppo schreibt ein Gebet auf eine Karte. In diesem bittet er um Bettzeug und Wäsche. Seine Familie hat sechs Kinder und erwartet nun das siebte. Beppo unterschreibt und sendet Gott Grüße aus seinem kleinen italienischen Dorf. So lässt er die Kate mit einem roten Ballon aufsteigen und schaut ihm lange hoffnungsfroh hinterher. Die Tage vergehen.
Einige Wochen später kommt Beppo von der Schule nach Hause. Sein Vater diskutiert mit dem Briefträger. Dieser hat ein Paket für die Familie. Der Vater möchte das Paket jedoch nicht annehmen. Es kommt aus einem Ort, der 100km entfernt liegt. Von dort kennt er niemanden. Beppo jedoch ermutigt seinen Vater, das Paket zu öffnen. Als dieser nachgibt und sie das Paket aufmachen, finden sie darin gebrauchtes, aber sauberes Bettzeug und eine Grundausstattung an Babykleidung. Sofort läuft Beppo auf den Hügel neben dem Dorf, schaut gen Himmel und dankt Gott für seine Hilfe.
Es gibt viele Wege, den Willen Gottes auf Erden zu tun. In der Geschichte hat sich jemand der Not einer fremden Familie angenommen. Es ist nur ein Weg von vielen, um zur Familie Jesu dazuzugehören. Welcher könnte heute dein Weg sein?