09. März 2025
Schlafen
In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Johannes und Jakobus mit sich und stieg auf einen Berg, um zu beten. Und während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes und sein Gewand wurde leuchtend weiß. Und siehe, es redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elíja; sie erschienen in Herrlichkeit und sprachen von seinem Ende, das er in Jerusalem erfüllen sollte. Petrus und seine Begleiter aber waren eingeschlafen, wurden jedoch wach und sahen Jesus in strahlendem Licht und die zwei Männer, die bei ihm standen. Und es geschah: Als diese sich von ihm trennen wollten, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elíja. Er wusste aber nicht, was er sagte. Während er noch redete, kam eine Wolke und überschattete sie. Sie aber fürchteten sich, als sie in die Wolke hineingerieten. Da erscholl eine Stimme aus der Wolke: Dieser ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören. Während die Stimme erscholl, fanden sie Jesus allein. Und sie schwiegen und erzählten in jenen Tagen niemandem von dem, was sie gesehen hatten.
Gedanken zum Text
Die Jünger im Evangelium verschlafen fast den größten Moment ihres bisherigen Lebens. Ihr Lehrer und Anführer Jesus unterhält sich mit Mose und Elija, den beiden wichtigsten Propheten ihrer Religion. Da passiert es also, dass die drei wichtigsten religiösen Anführer miteinander sprechen. Und was ist mit den Jüngern? Sie schlafen. Sie sind beim Beten eingeschlafen, was zugegeben nur allzu menschlich ist. Aber immerhin werden sie im richtigen Moment wach.
Wir kennen das im Leben. Manchmal ist noch viel zu tun, man würde am liebsten schlafen, aber kann es nicht. Zu viel ist noch zu erledigen. Dauert dieser Zustand zu lange an, würden wir das heute Burn-Out nennen. Wir brauchen also, wie die Jünger, hin und wieder mal eine Auszeit, eine Ruhe-Pause. Selbst wenn eigentlich wichtige Dinge anstehen oder es scheint, dass wir dadurch wichtige Sachen verpassen würden. Danach können wir dann mit frischer Energie die Dinge anpacken und in ganz neuem Licht sehen.
Gönnen wir uns also hin und wieder eine Auszeit, auch wenn viel zu tun ist und viele eigentlich wichtige Aufgaben vor uns liegen. Denn sonst verpassen wir vielleicht die wichtigsten Begegnungen.