30. November 2025
Leb nicht auf Autopilot
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wie es in den Tagen des Noach war, so wird die Ankunft des Menschensohnes sein. Wie die Menschen in jenen Tagen vor der Flut aßen und tranken, heirateten und sich heiraten ließen, bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging, und nichts ahnten, bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte, so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein. Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten, einer mitgenommen und einer zurückgelassen. Und von zwei Frauen, die an derselben Mühle mahlen, wird eine mitgenommen und eine zurückgelassen. Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. Bedenkt dies: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht. Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.
Gedanken zum Text
Stell dir vor, jemand Wichtiges kündigt an, dass er irgendwann vorbeikommt – aber ohne Datum, ohne Uhrzeit, ohne Countdown. Kein Ping auf dem Handy, kein „bin gleich da“, einfach… irgendwann. Wärst Du für solche Spontanität noch zu haben? Genau darum geht’s bei Jesus in diesem Evangelium.
Die Leute zur Zeit Noahs haben einfach ihr Ding gemacht: essen, trinken, heiraten – alles normal. Aber sie haben nicht verstanden, dass etwas Größeres im Hintergrund lief. Und dann hat es sie komplett überrascht.
Jesus will dir nicht Angst machen. Er sagt eigentlich nur: „Hey, leb nicht auf Autopilot. Sei wach. Check, was in deinem Leben gerade wirklich läuft.“
Es geht nicht darum, ständig angespannt rumzurennen. Es geht um eine innere Wachheit:
Bin ich gerade echt unterwegs oder spiel ich nur eine Rolle?
Fülle ich mein Leben – oder füllt mein Handy meinen Tag?
Verpasse ich vielleicht Chancen, weil ich einfach durchscrolle?
Oder scrolle ich zu viel, so dass ich nichts mehr vom Leben mitbekomme, weil Social Media mein Leben bestimmt?
Jesus meint also: Sei bereit. Nicht perfekt, sondern bewusst.
Denn manchmal kommt Gott nicht in großen Momenten, sondern mitten in deinem Alltag:
in einem Gespräch, einer Entscheidung, einer Begegnung, einem Windhauch, einem Musikstück im Radio.
Was ist es bei dir, was du leicht übersehen könntest?
Also - Vergiss nicht zu leben, damit du das Gute nicht verpasst, das Gott dir schicken will.