16. Januar 2026
Ins kalte Wasser
In jener Zeit sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt! Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war. Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, damit er Israel offenbart wird. Und Johannes bezeugte: Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen und auf ihm bleiben siehst, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft. Und ich habe es gesehen und bezeugt: Dieser ist der Sohn Gottes.
Gedanken zum Text
„Auch ich kannte ihn nicht“ – das sagt Johannes zweimal. Es könnte ein Zeichen von Schwäche und Unwissen sein. Aber es ist ein Zeichen von Hoffnung, von Glaube. Er weiß nicht wer kommt, was diese Person tut, wie die Dinge sich entwickeln werden. Er weiß nur eins: Es kommt etwas Gutes.
Er vertraut sich Jesus an, er erkennt, welche großen Dinge dieser Jesus vollbringen wird. Und das ohne, dass er weiß, wen genau er da eigentlich vorhaben wird. Er stellt sich in seinen Dienst, verkündet seine Ankunft.
Er vertraut blind auf Jesus, auf Gott, auf seine Hoffnung. Er lässt sich auf das ein, was kommt.
Manchmal passiert es, dass wir uns etwas wünschen, das sich nicht erfüllen kann, weil wir nicht bereit sind die richtigen Schritte zu tun. Wenn wir etwas wollen, müssen wir manchmal ins kalte Wasser springen. So wie Johannes. Wortwörtlich…