11. Januar 2026
Mitten im Alltag
In jener Zeit kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Johannes aber wollte es nicht zulassen und sagte zu ihm: Ich müsste von dir getauft werden und du kommst zu mir? Jesus antwortete ihm: Lass es nur zu! Denn so können wir die Gerechtigkeit ganz erfüllen. Da gab Johannes nach. Als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf. Und siehe, da öffnete sich der Himmel und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und siehe, eine Stimme aus dem Himmel sprach: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.
Gedanken zum Text
Genauso wie wir uns an der Kasse einreihen, um zu bezahlen wie alle anderen, so stellt sich auch Jesus am Jordan in die Reihe der Menschen, die sich von Johannes taufen lassen. Er drängelt sich nicht vor und nimmt keinen Sonderplatz ein. Er steht einfach da – mitten unter den Leuten.
Während Jesus in der Schlange steht, öffnet sich der Himmel. Der Geist Gottes kommt herab, und Gott sagt: „Dies ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören.“
Gott spricht diesen Satz nicht im Tempel oder auf einem Thron, sondern mitten im Alltag, mitten in der Warteschlange. Damit zeigt er: Jesus ist einer von uns und wird nicht bevorzugt behandelt.
Und so wie Gott Jesus in der Schlange findet, so findet er auch uns – egal wo wir stehen, egal wo wir warten, egal in welcher Situation wir sind. Gott sieht uns und nennt auch uns seine geliebten Kinder.